Projekt NähApril

Hier hatte ich ja schon von meinem NähMonat März berichtet, und dem Wunsch, den April auch gleich zum NähMonat auszurufen. So luxuriös viel Zeit wie im März werde ich diesen Monat nicht haben, der Urlaub ist vorbei, ich muß wieder arbeiten, auf dem Schreibtsich ist Einiges liegengeblieben und die Kinderbetreuung ist wegen Urlaubs 2 Wochen geschlossen. Nichtsdestotrotz bin ich wild entschlossen, auch im April nennenswert Zeit mit dem Nähen zu verbringen. Hier werde ich meine Bilanz protokollieren.

  • Sonntag, 1. April: Teile des Deborah-Schnittmusters neu abgezeichnet und ausgeschnitten (die schon existenten Exemplare hatte ich einer Freundin geschenkt, die sie als Basis für das Oberteil eines selbstentworfenen Kleides brauchte).  Vorderteil, Rückenteil und Unterteile zugeschnitten. Stoff für Ärmel und Bund gebügelt.
  • Montag, 2. April: Bund, Ärmel, Ärmelbündchen und Ausschnittbündchen zugeschnitten. Ein Bundteil nochmal zugeschnitten, da der Stoff ein Loch hatte. Schulternähte geschlossen, Ärmel eingesetzt, Bundteile angenäht, Rockteile angenäht. Ein paar Nahtzugaben festgesteppt. Das Ganze hat jetzt schon entfernte Ähnlichkeit mit einer Tunika.
  • Dienstag, 3. April: Halsauschnittbündchen 4x angenäht und entsprechend oft aufgetrennt. Und es wirft immer noch eine Falte. Der V-Auschnitt und ich sind keine Freunde geworden. Ärmelbündchen angenäht und Seitennähte geschlossen. Die Anprobe ergab: Könnte etwas taillierter sitzen. Also morgen nochmal neu und etwas enger.
  • Mittwoch, 4. April: Vormittags das Kind gehütet, nachmittags gearbeitet. Spät heimgekommen, gegessen, mit dem Mann gequatscht. Das wird heute nichts mehr mit mir und der Nähmaschine.
  • Donnerstag, 5. April: Nähflaute. Ich hätte Nähen können, statt dessen hab ich gelesen, Kakao getrunken und telefoniert. Auch schön. Immerhin hab ich noch schnell ein Schmittmuster für eine Tasche nach dieser Anleitung gezeichnet
  • Freitag, 6. April: Den Ausschnitt der Tunika noch 2x mal aufgetrennt und wieder angenäht. Seitennähte taillierter gemacht. Saum genäht. Ich bin nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis, proklamiere sie aber aus Gründen der Zeitnot ersteinmal als fertig und Bessere irgendwann mal nach.
  • Samstag, 7. April: Ein entzückendes kleines Täschlein genäht. Außerdem an einem selbstentworfenen ‚Schnittmuster‘ für ein Eulen-Stofftier rumgemalt. Und zwei Quadrate für die schon lange geplante Patchworkdecke ausgeschnitten.
  • Sonntag, 8. April: An einer Lumikigata für’s Patenkind genäht. Der Taschenkörper ist schon fertig, nur das Ende vom Gurtband muß ich noch irgendwie schön verpacken. Für den Deckel hab ich schon eine Idee, bin aber noch nicht ganz entschlossen und warte noch auf den passenden Stoff.
  • Montag, 9. April: Einen Vorhang für meine Mutter gesäumt.
  • Dienstag, 10. April: Das Endverstellerdingsda für die Lumikigata genäht.
  • Mittwoch, 11. April: Eine Little boxy pouch genäht. Diesmal allerdings mit Futter. Huntertprozentig zufrieden bin ich mit meiner Art, das Futter einzunähen noch nicht, aber ich hab schon eine Idee, wie es evtl. besser klappt.
  • Donnerstag, 12. April: Den Stoffschrank aufgeräumt. Das Projekt „Schrank leerer Nähen vor Neukauf“ braucht ja schließlich eine solide Basis, und ich einen Überblick, was überhaupt da ist. Ich hab jedenfalls definitiv zu viel Webware. Der Plan sieht so aus: Webwaren-Stoffkauf erstmal nur noch für ganz konkrete Projekte, nicht einfach nur, weil der Stoff so schön ist. Zumindest, bis der Vorrat sich merklich dezimiert hat. Und auch in der Jersey/Sweat-Abteilung sollte ich ersteinmal ordentlich was wegnähen, bevor ich Neues kaufe. Unten links dickere Baumwollstoffe und Cord, daneben dünnere Baumwollwebware. Dann Jersey, und ganz rechts Sweat. Oben rechts Bündchenware, daneben Jerseys mit Elasthan, und ein Stapel Sonstiges (Wachstuch, Leder, Kunstfaser-Stoffe). Nicht mit im Bild: Wollstoffe und ein Stapel Baumwoll-Webware, aus dem ich noch Patchworkdecken-Quadrate rauschneiden will.
  • Freitag, 13. April: Nicht genäht und auch sonst nichts geschafft. :-(
  • Samstag, 14. April: Schon wieder keine Zeit für die NähMa gefunden. Dabei muß ich die Patenkind-Tasche dringend fertig machen; und freue mich doch auch schon sooooo lange auf meinen neuen Pullischnitt.
  • Sonntag, 15. April: Beim Kind in’s Bett bringen eingeschlafen und erst am nächsten Morgen wieder aufgewacht. Daher ist es wieder nichts mit der NähMa geworden.
  • Montag, 16. April: Deckelklappe für die Patenkindstasche genäht und Snaps reingedrückt. Damit ist sie fertig!
  • Dienstag, 17. April: Endlich das Schnittmuster Luna abgezeichnet.Nächster Schritt: Ausschneiden.
  • Mittwoch, 18. April: Nichts. Gaaaarnichts an der NähMa gemacht. Seufz.
  • Donnerstag, 19. April: Luna-Schnittmuster ausgeschnitten. Stoff zugeschnitten (naja, Innenseite des Kragens und die Bündchen fehlen noch), und Ärmel, Vorder- und Rückenteil zusammengenäht. Erste Anprobe: Fällt ein bißchen weit aus. :-(
  • Freitag, 20. April: Den Kragen für Luna zugeschnitten, genäht un angenäht.
  • Samstag, 21. April: alle Bündchen für Luna zugeschnitten und angenäht.
  • Sonntag, 22. April: Nachdem ich den ganzen Tag gearbeitet habe, hatte ich keine Energie mehr für die Nähmaschine. Schade :-(
  • Montag, 23. April: Ein Babyshirt zugeschnitten und mit dem Nähen des Shirts angefangen.
  • Dienstag, 24. April: Einen Ärmel in’s Babyshirt eingesetzt. Den Mann solange genervt, bis er mir ein Krokodil gemalt hat, dass ich als Applikationsvorlage nutzen will.
  • Mittwoch, 25. April: Das Krokodil ausgeschnitten. Hätte das Kind nicht den Prittstift verschleppt, hätte ich es auch noch aufgeklebt, dann wäre der Kleber morgen trocken genug gewesen zum Nähen.
  • Donnerstag, 26. April: Krokodil-Sweat-Babyshirt fertig genäht. Mir gefällt es gut, der Mann und auch die Oma haben sich ohne Aufforderung lobend geäußert. Das Kind hat das Krokodil sofort erkannt und korrekt benannt und sich strikt geweigert, den Pulli anzuziehen. Mal sehen, ob es bei der Weigerung bleibt, oder ob der Pulli doch noch akzeptiert wird.
  • Freitag, 27. April: Ein Haarband genäht. Und mit einem Rock angefangen.
  • Samstag, 28. April: Einen Sommerhut nach Schnabelina zugeschnitten und etwas Schrägband angefertigt.
  • Sonntag, 29. April: Der Sommerhut genäht.
  • Montag, 30. April: Nichts genäht.

Fazit: 23:7 (zumindest wenn man den Begriff „Nähen“ sehr weit fasst). An 23 von 30 Tagen habe ich es geschafft, zumindest irgendetwas näh-assoziiertes zu machen: Abpausen, Zuschneiden, Nähen, Stoffschrank aufräumen. Find ich einen guten Shnitt! Daher: Auf in den NähMai!

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Über naehfreundin

Noch eine Bloggerin, die näht. Hauptsächlich für's Kind. Ohne Perfektionsanspruch, oft ohne zu stecken. Mit viel Spaß und wenig Kenntnissen.

Eine Antwort zu “Projekt NähApril

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